Antibiotika

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Für schwere Blasenentzündungen und Nierenbeckenentzündungen braucht man unbedingt eine Antibiotika-Behandlung.

Heutzutage werden Antibiotika von den meisten Patienten nur noch ungern eingenommen, denn sie haben oft unangenehme Nebenwirkungen. Um Resistenzen zu vermeiden, werden sie inzwischen auch nicht mehr so häufig verschrieben wie früher.

Doch wenn eine Blasenentzündung nicht auf Hausmittel und naturheilkundliche Behandlungsversuche anspricht, ist die Anwendung von Antibiotika unumgänglich.

Es ist sehr wichtig, dass man die Antibiotika so anwendet, wie vom Arzt verschrieben. Wenn man sie vorzeitig absetzt, besteht die Gefahr, dass die Blasenentzündung wieder aufflammt und dass die Bakterien gegen das Antibiotikum resistent werden.

Kurzzeit-Therapie bei unkomplizierten Blasenentzündungen

Bei einer unkomplizierten Blasenentzündung ohne Blutung und ohne Fieber reicht häufig eine einzelne Antibiotika-Gabe. Bei solch einer Kurzbehandlung muss man das Befinden jedoch genau im Auge behalten und nach einer Woche eine Nachuntersuchung durchführen.

Meistens werden unkomplizierte Blasenentzündungen drei Tage lang mit Antibiotika behandelt.

Eine Woche in schwereren Fällen

Wenn Fieber aufgetreten ist oder stärkere Blutungen, kann die Behandlungsdauer auf sieben Tage ausgedehnt werden.

Bei so einer schweren Blasenentzündung sollte man sich auch stark schonen und bei Bedarf ins Bett legen.

Zwei Wochen bei Nierenbeckenentzündungen

Sobald die Entzündung auch das Nierenbecken betrifft, muss etwa zwei Wochen lang mit Antibiotika behandelt werden. Außerdem ist dann Bettruhe erforderlich.

In manchen Fällen muss man eine Nierenbeckenentzündung im Krankenhaus auskurieren, um sofort ärztliche Hilfe zu bekommen, falls sich die Nierenbeckenentzündung zu einer Blutvergiftung entwickelt.

Art des Antibiotikums

Meistens wird bei Blasenentzündung ein Breitspektrum-Antibiotikum eingesetzt, das vor allem gut gegen die häufigen Bakterien Escherichia coli wirkt.

Besonders häufig wird der Wirkstoff Trimethoprim bei Blasenentzündungen eingesetzt. Ein weiterer oft verwendeter Wirkstoff ist Nitrofurantoin sowie das Kombinationsmittel Cotrimoxazol. Es können aber auch andere Wirkstoffe zum Einsatz kommen.

Wenn diese einfache Art der Antibiotika-Behandlung keine Besserung bringt, kann ein genaue Untersuchung der Erreger (Antibiogramm) durchgeführt werden. Dadurch kann dann ein spezielles Antibiotikum eingesetzt werden.

Zu beachten!

Während der Antibiotika-Behandlung darf man keinen Alkohol trinken, weil die Leber den Alkohol dann nicht richtig abbauen kann.

Außerdem vertragen sich einige Antibiotika nicht gut mit Kaffee, Milchprodukten oder anderen Nahrungsmitteln. Lesen Sie daher gründlich den Beipackzettel.

Wiederaufbau der Darmflora

Durch eine Antibiotika-Behandlung werden nicht nur die krankmachenden Bakterien getötet, sondern auch die erwünschten Bakterien im Darm und im Säureschutzmantel der Haut.

Damit es infolge der Behandlung nicht zu Pilzerkrankungen kommt, sollte man nach der Antibiotika-Therapie die Darmflora wieder aufbauen.

Dazu kann man täglich ein bis zwei Jogurts essen. Meistens reicht das schon aus, um den Darm und seine Bewohner wieder in Schwung zu bringen.

Falls die Jogurts nicht ausreichen, gibt es auch zahlreiche Medikamente, die beim Aufbau der Darmflora helfen. Die meisten dieser Mittel enthalten Milchsäurebakterien, die sich im Darm vermehren können.



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