Symptome

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Die Symptome für eine Blasenentzündung sind relativ typisch.

Sie beginnen oft plötzlich, manchmal kurze Zeit nach einer Unterkühlung. Man leidet unter:

·         Häufiger Harndrang (Pollakisurie)

·         Geringe Harnmenge je Toilettengang

·         Brennen beim Wasserlassen (Dysurie)

·         Blasenkrämpfe (Algurie, Blasen-Tenesmen oder Tenesmus vesicae)

 

In etwas schwereren Fällen kommen häufig folgende Symptome hinzu:

·         Trüber Urin

·         Stark riechender Urin

·         Blut im Urin

·         Erhöhte Temperatur (37°C bis 37,9°C)

Häufiger Harndrang

Besonders typisch für eine Blasenentzündung ist der häufige Harndrang, der einen auch nachts oft aus dem Bett zwingt.

Viele Betroffene verspüren alle 10 bis 20 Minuten starken Harndrang.

Der Harndrang ist oft unbezwingbar stark und schmerzhaft.

Er sollte auch nicht eingehalten werden, denn in der gefüllten Blase können sich Krankheitserreger vermehren und festsetzen.

Wenn man eine Blasenentzündung hat, braucht man also unbedingt eine leicht erreichbare Toilette.

Geringe Harnmenge

Da der Harndrang zu sehr häufigen Toilettenbesuchen zwingt, ist die jeweilige Harnmenge naturgemäß gering.

Dies ist vor allem dann der Fall, wenn man nicht sehr viel trinkt, was man aber unbedingt tun sollte.

Bei einer Blasenentzündung sollte man so viel trinken (3 - 4 Liter pro Tag, am Anfang noch mehr), dass der Urin kaum noch eingefärbt ist, am besten wasserklar. Das spült nicht nur die Bakterien aus der Blase, es verhindert auch starkes Brennen beim Wasserlassen.

Wenn man ausreichend viel trinkt, ist die Harnmenge zumindest hin und wieder und in Summe entsprechend groß.

Um die Harnmenge zu steigern, ist es hilfreich, Blasentees zu trinken, die harntreibend wirken.

Durch Blasenkrämpfe kann es beim Wasserlassen zu Restharn in der Blase kommen. In diesem Restharn können sich die Bakterien gut vermehren. Wenn irgend möglich, sollte man sich daher beim Wasserlassen vollständig entleeren.

Falls trotz reichlicher Flüssigkeitszufuhr ständig nur kleinste Mengen Urin ausgeschieden werden, sollte man den Arzt nach einem Abflusshindernis suchen lassen.

Brennen beim Wasserlassen

Die brennenden Schmerzen beim Wasserlassen sind für viele Betroffene das deutlichste Symptom einer Blasenentzündung.

Es tritt dadurch auf, dass der saure Urin durch die gereizten Schleimhäute der Blase und der Harnröhre fließt.

Wenn man sehr viel trinkt, ist der Urin erheblich weniger sauer und brennt auch entsprechend weniger.

Mithilfe von Speise-Natron kann man den Harn neutralisieren, sodass das Brennen noch mehr gelindert wird.

Blasenkrämpfe

Krampfartige Schmerzen der Blase gaukeln einen permanenten, schmerzhaften Harndrang vor.

Am stärksten sind die Schmerzen häufig direkt beim oder nach dem Wasserlassen. Aber auch hinsetzen, aufstehen und gehen kann äußerst schmerzhaft werden.

Die Schmerzen lassen sich vor allem über dem Schambein lokalisieren, aber sie neigen dazu, in den ganzen Unterleib auszustrahlen.

Gegen die Blasenkrämpfe hilft häufig eine Wärmflasche. Wenn das nicht ausreicht, können auch Schmerzmittel oder spezielle entkrampfende Mittel weiterhelfen.

Trüber Urin

Wenn die bakterielle Infektion schon relativ weit fortgeschritten ist, wird der Urin häufig trübe.

Die Trübung entsteht durch Bakterien, Eiter, Proteine und eventuelle Blutbeimischungen.

Bei sehr großer Trinkmenge fällt das oft kaum auf, aber wenn zu wenig getrunken wird oder der Harn über Nacht längere Zeit in der Blase verweilen kann, kann man die Trübung deutlich sehen.

Stark riechender Urin

Die Entzündungsbestandteile, die den Urin eintrüben, kann man auch riechen. Der Urin riecht häufig stark und unangenehm.

Auch hierbei hängt die Intensität einerseits von der Schwere der Entzündung und andererseits von der Trink- und Harnmenge ab.

Blut im Urin

Die gereizten und entzündeten Schleimhäute der Blase und der Harnröhre neigen dazu, aufzureißen und zu bluten.

Manchmal sind die Blutungen winzig klein, sodass man das Blut im Harn kaum oder gar nicht sehen kann. Dann spricht der Arzt von "Mikrohämaturie". Solche Blutungen kann man mit einem Harn-Teststreifen nachweisen.

Wenn die Wunden größer sind, kann es so stark bluten, dass man das Blut deutlich sehen kann. Der Harn ist dann rosa bis blutrot. Manchmal vermischen sich Blut und Harn auch nicht, dann sieht man die blutigen Schlieren im Harn. Solche stärkeren Blutungen werden von Ärzten "Makrohämaturie" genannt.

Leichte kurzzeitige sichtbare Blutungen gehören zu den weitgehend normalen Symptomen einer Blasenentzündung. Aber wenn die Blutung stärker ist oder nicht nach wenigen Stunden wieder aufhört, sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Erhöhte Temperatur

Bei Menschen, die relativ leicht Fieber bekommen oder bei schwereren Blasenentzündungen kann sich die Temperatur erhöhen.

Temperaturen zwischen 37°C und 37,9°C können bei einer Blasenentzündung auftreten.

Sie sind jedoch ein deutliches Zeichen für eine ausgeprägte Entzündung.

Daher sollte man sich nach Möglichkeit ins Bett legen, wenn man erhöhte Temperatur hat.

Die Temperatur sollte häufig gemessen werden, denn wenn sie sich zu Fieber entwickelt, braucht man sofort einen Arzt.



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